Eine Siebträgermaschine verzeiht vieles — aber keine Vernachlässigung. Kaffeeöle werden ranzig, Kalk setzt sich in Leitungen ab, und beides schmeckt man. Die gute Nachricht: Der tägliche Aufwand liegt bei unter zwei Minuten.
Wichtig ist die Regelmäßigkeit, nicht der Aufwand. Wer täglich kurz spült und einmal pro Woche gründlicher reinigt, hat jahrelang Freude an der Maschine — und spart sich teure Reparaturen.
die tägliche routine.
siebträger ausklopfen
den kaffeepuck direkt nach dem bezug ausklopfen — er löst sich warm am leichtesten.
brühgruppe spülen
kurz ohne siebträger spülen, damit reste aus dem duschsieb gehen.
dampflanze wischen
sofort nach dem aufschäumen abwischen und kurz abblasen — sonst brennt milch ein.
trocken abstellen
sieb und siebträger trocken lagern, nicht dauerhaft eingespannt lassen.
rückspülen mit blindsieb.
der wichtigste schritt, den die meisten auslassen.
blindsieb einsetzen
ein sieb ohne löcher blockiert den ablauf — das wasser wird zurück durch das ventil gedrückt und spült öle aus der brühgruppe.
reiniger dosieren
eine kleine menge kaffeefettlöser ins blindsieb, nach herstellerangabe. mehr hilft nicht mehr, sondern hinterlässt rückstände.
mehrfach spülen
fünf bis zehn kurze zyklen, danach das gleiche ohne reiniger — bis kein schaum mehr kommt.
siebe einlegen
siebträger und siebe in warmer reinigerlösung einweichen, nachspülen, trocknen. der griff bleibt draußen.
entkalken ist die ausnahme.
Entkalken belastet Dichtungen und Kessel — es ist Reparatur, keine Pflege. Sinnvoller ist, Kalk gar nicht erst hineinzulassen: Mit passender Wasseraufbereitung entfällt das Entkalken bei vielen Maschinen praktisch komplett.
Wie oft nötig ist, hängt allein an der Karbonathärte Ihres Wassers. Bei Maschinen mit Festwasseranschluss übernimmt das der Filter, bei Tankmaschinen lohnt gefiltertes Wasser im Tank.
häufige fragen.
zuhause einmal pro woche, in der gastronomie täglich nach dem letzten bezug. wer viele milchgetränke macht, darf ruhig öfter.
nein. spülmittel hinterlässt geschmack und schaum in leitungen. verwenden sie einen reiniger, der für espressomaschinen zugelassen ist.
besser nicht — holzgriffe und beschichtungen leiden, und rückstände von klarspüler schmeckt man im espresso.
der espresso wird bitter und flach, die crema dunkel und dünn. oft riecht auch das duschsieb ranzig.
ja. wir warten und reinigen maschinen aller gängigen marken — für gastronomiebetriebe auch im wartungsvertrag.
